Roman Mättig

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Kinofilm (2004) · „Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor“ in der Wikipedia

Einen Film wie diesen russischen Fantasy- und Actionkracher zu kritisieren, kann nicht funktionieren. Dafür ist er einfach zu beeindruckend und zu teuer produziert. Das Szenario ist beklemmend dicht gepackt, vollgestopft wie ein Videoclip mit düsteren Schatten- und Zwischenwelten, Visionen, Vampiren, blutigen Schlachten, unnachgiebigen Kämpfern, Hoffnung, Glaube, Mythos und jeder Menge Action.

Die Parallelen zur „Matrix“ sind offensichtlich – inklusive des ungewollten Helden und der mysteriösen alten Dame, die wir aus der Matrix als „Orakel“ kennen. Die abstrakte Bildersprache erinnert sehr an „The Cell“. Das ist nicht deshalb problematisch, weil es vorher schon gemacht wurde, sondern weil „Wächter der Nacht“ fast ausschließlich von dieser Videoclip-Ästhetik lebt. Die dürftige Geschichte schafft es nicht, der Bildergewalt einen Rahmen zu geben und so zerfallen die 109 Minuten in ein enttäuschend zusammenhangloses Effektfeuerwerk.

Mein Fazit: Gehirn ausschalten und staunen.

Geschrieben von Thiemo, 7. August 2008